Stationen

Informieren Sie sich über unsere fünf psychiatrischen Stationen und die jeweiligen Schwerpunkte sowie Therapieangebote.

Station 152a: allgemeinpsychiatrische Aufnahmestation für affektive Störungen

Unser Behandlungsspektrum
Wir sind eine fakultativ beschützte allgemeinpsychiatrische Aufnahmestation für affektive Störungen, zu denen auch depressive und bipolare Erkrankungen zählen. Die Station verfügt über Möglichkeiten der intensiven Behandlung und Betreuung schwer erkrankter Patienten auch mit komorbiden Diagnosen aus dem psychiatrischen und somatischen Bereich. Außerdem führen wir eine umfangreiche Differentialdiagnostik bei komplexen Krankheitsbildern durch und beraten die Patienten individuell basierend auf den Ergebnissen dieser Diagnostik.
Für chronisch depressive Patienten bieten wir das Psychotherapiekonzept CBASP an.

Das multiprofessionelle Team
Im interdisziplinären Team sind alle unsere Mitarbeiter an der Therapie beteiligt. Zum Behandlungsteam gehören Ärzte, speziell geschulte Pflegefachkräfte, Diplom Psychologen, Sozialarbeiter, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Kunst- und Musiktherapeuten.
Das hohe Behandlungsniveau ist durch regelmäßige Fortbildungen und Supervisionen gesichert.

Das Pflegesystem
Wir haben das Ziel der ganzheitlichen Pflege, bei der die volle Verantwortlichkeit für die Pflege in einer kleinen Gruppe liegt, deren Patienten jeweils von einem Pflegeteam gemeinsam versorgt werden.

Unser Pflegeverständnis
Grundlage unseres Pflegeverständnisses bildet unser Leitbild.
Sie stehen im Zentrum unserer pflegerischen Tätigkeit. Wir richten unsere Pflege an den Bedürfnissen der Patienten und ihren Lebensumständen aus. Wir legen Wert auf einen intensiven Kontakt zu den uns anvertrauten Patienten und deren Angehörigen.
Unser Handeln basiert auf Beziehungsgestaltung und stützt sich auf pflegerische Qualität, umfassende individuelle sowie respektvolle Pflege.
Wir sind in unserer pflegerischen Tätigkeit erfolgreich, wo es uns gelingt, den Wünschen und Werten eines Patienten Geltung zu verschaffen.

Das diagnostische und therapeutische Angebot
Wir bieten den Patienten/-innen eine umfangreiche Diagnostik ihrer Erkrankung, die neben neuropsychologischer Testung, modernen psychometrischen Verfahren auch Bildgebung beinhaltet. Darauf basierend erarbeiten wir eine psychopharmakologische Therapiestrategie. Ferner erhalten unsere Patienten ein verhaltenstherapeutisch ausgerichtetes Therapieprogramm mit Elementen der Interpersonellen Psychotherapie. Besonderen Wert legen wir auf eine umfassende Psychoedukation, die in Gruppen- und Einzelsitzungen angeboten wird. Der Patient soll hierbei selbst zum Experten seiner Erkrankung werden und ihren Verlauf sowie die Behandlungsmöglichkeiten einschätzen lernen. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Station liegt auf der Behandlung chronisch depressiver Patienten mit CBASP, einem speziell für diese Patientengruppe entwickelten psychotherapeutischen Behandlungskonzept. Weitere Informationen zu unserem CBASP-Konzept finden Sie hier.

Auf der Station können Patienten bis zur Entlassung behandelt werden, selten erfolgt die Verlegung auf eine andere Station zur Fortführung der Behandlung.

Für Angehörige von Patienten mit depressiven und bipolaren Erkrankungen bieten wir eine Angehörigengruppe an, die auch über den stationären Aufenthalt hinaus Beratung, Information und Unterstützung anbietet. Außerdem gibt es ein Gruppenangebot speziell für bipolar erkrankte Patienten, in dem die o. g. Therapieprinzipien vermittelt werden. Wir ermöglichen außerdem die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe für bipolare Erkrankungen in unserem Hause. Als universitäre Einrichtung laufen bei uns immer aktuelle Forschungsprojekte, an denen die Patienten wenn es sich mit der aktuellen Situation vereinbaren lässt gerne teilnehmen können. Die Station ist organisatorisch mit der Arbeitsgruppe Affektive Störungen sowie den Spezialsprechstunden für bipolare Störungen, therapieresistente Depressionen und der Sprechstunde für Frauen mit seelischen Erkrankungen unserer Psychiatrischen Hochschulambulanz verknüpft.

Ausstattung
Die Station verfügt über 17 reguläre Behandlungsplätze. Den Patienten stehen ein Aufenthalts- und Fernsehraum, ein Speiseraum, ein separater Raucherraum und eine Gartenanlage zur Verfügung.

Aufnahmemodus
Die Aufnahme der Patienten erfolgt durch die Vermittlung und Überweisung durch den niedergelassenen Psychiater oder Neurologen. In der Regel nimmt der ambulante Arzt telefonisch mit unserer Station Kontakt auf und vereinbart mit dem Arzt einen Aufnahmetermin.
Folgende Unterlagen sind, soweit vorhanden, zur Aufnahme mitzubringen:

  • Einweisung von einem ambulanten Arzt und eine Bestätigung der Kostenübernahme durch die jeweilige Krankenkasse
  • Aktueller Medikamentenplan
  • Aktuelle medizinische/psychiatrische Befunde (z.B. Laborbefunde, Arztbriefe, klinisch-psychologische Befunde)
  • evtl. vorhandene Vorbefunde, Röntgenaufnahmen, Computertomographie (CT)- und/oder Kernspintomographie (MRT)-Bilder
  • Versichertenkarte

Kontakt
Oberarzt: Prof. Dr. med. Philipp Sterzer
Pflegerische Leitung: Maria Thurig
Dienstzimmer: t: +49 30 450 517 057

Station 152b: Schwerpunktstation für neuropsychiatrische Erkrankungen

Schwerpunktstation für neuropsychiatrische Erkrankungen des Arbeitsbereiches Neuropsychiatrie

Kontakt
Oberarzt: Prof. Dr. med. Josef Priller
Pflegerische Leitung: Sven Albert
Dienstzimmer: t: +49 30 450 517 057

Station 153: offene allgemeinpsychiatrische Station

Unsere offene allgemeinpsychiatrische Station 153 verfügt über helle und geräumige Zimmer mit 20 Behandlungsplätzen. Unser multiprofessionelles innovatives Team setzt sich zusammen aus Ärzten, Pflegepersonal, Psychologen, Sozialarbeitern und Krankengymnasten sowie Ergo-, Musik- und Kunsttherapeuten. Das Therapiekonzept ist insbesondere ausgerichtet an Patienten mit Angst-/ Zwangserkrankungen, Alkoholabhängigkeit, Anpassungs- und Belastungsstörungen. Daneben werden Patienten mit Depressionen, bipolar affektiven Störungen, Psychosen, somatoformen Störungen, geronto-psychiatrischen Erkrankungen sowie Patienten mit Persönlichkeitsstörungen und Abhängigkeitserkrankungen aufgenommen. Häufig trifft bei diesen Patientengruppen gleichzeitig eine depressive Komorbidität auf, die wir professionell mitbehandeln. In Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen der Charité führen wir eine breit angelegte differenzialdiagnostische Abklärung und gegebenenfalls eine moderne leitliniengestützte Pharmakotherapie durch. Die Schwerpunkte der Behandlung des einzelnen Patienten werden auf der Grundlage aktuellster psychiatrischer Diagnostik und der Auswahl eines individuellen Behandlungsverfahrens gefunden.

Die Psychotherapeutische Behandlung auf der Station wird von den klinisch tätigen Diplom-Psychologen und den in psychotherapeutischer Weiterbildung befindlichen Ärzten nach Indikationsstellung angeboten. Das individuell angepasste therapeutische Angebot umfasst psychiatrische und psychologische Einzelgespräche und störungsspezifische Gruppentherapien, wie Angst-, Sucht-, Psychose-, Depressionsgruppe, Genusstraining und soziales Kompetenztraining. Zudem eine sozial psychiatrische Problembearbeitung, psychoedukative Elemente, computerbasiertes kognitives Hirnleistungstraining und progressive Muskelrelaxation.

Unser Psychotherapieangebot basiert auf dem kognitiv-verhaltenstherapeutischem Konzept. Dabei finden individuelle Faktoren, die zur Ausbildung oder Aufrechterhaltung der Störungen beitragen können, wie z.B. Partnerschaftskonflikte oder berufliche und finanzielle Belastungen, Berücksichtigung. Ein weiterer Aufgabenbereich liegt in der klinisch-psychologischen und neuropsychologischen (Hirn-) Leistungs- und Persönlichkeitsdiagnostik bzw. Differentialdiagnostik. Hierfür steht ein neuropsychologisch-psychodiagnostisches Laboratorium für eine computerbasierte Psychodiagnostik (Hogrefe- und Wiener Testsysteme) sowie eine Testbibliothek mit ca. 300 Einzelverfahren und Testbatterien zur Verfügung.

Menschen aus anderen Kulturkreisen werden durch das Zentrum für interkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie in ihren spezifischen Bedürfnissen unterstützt. Über unsere Tagesklinik, die Spezialsprechstunden sowie die Hochschul-/ Institutsambulanz kann gegebenenfalls eine entsprechende ambulante Weiterbehandlung erfolgen.

Unser engagiertes co-therapeutisch ausgerichtetes Pflegefachteam sorgt für eine angenehme patientenorientierte Atmosphäre. Unser Ziel ist es, dem Patienten größtmögliche Autonomie zu ermöglichen und ihn so bald wie möglich in seine Selbständigkeit zu entlassen. Wir bieten Vorgespräche für Menschen mit Alkoholproblemen im Vorfeld einer möglichen stationären Behandlung an.

Kontakt
Oberarzt: Prof. Dr. med. Rainer Hellweg
Pflegerische Leitung: Jörg Lange
Dienstzimmer: t: +49 30 450 517 039

Station 154T: Tagesstation

Die Tagesstation unserer Klinik bietet 18 Behandlungsplätze und eine Vielzahl unterschiedlicher Therapieangebote, welche auf die Behandlung unterschiedlicher psychischer Erkrankungen, wie affektive Störungen (Depression, Manie), Angsterkrankungen und Psychosen, ausgerichtet sind.

Wir nehmen Menschen im Erwachsenenalter auf, bei denen einerseits die ambulante Behandlung ihrer psychischen Erkrankung nicht ausreichend ist, die jedoch keiner vollstationären Behandlung (mehr) bedürfen. Ob unser Behandlungsprogramm für den Einzelnen geeignet ist, klären wir gegebenenfalls in einem Vorgespräch.

Die Behandlung auf unserer Tagesstation erfolgt durch ein multiprofessionelles Team, zu dem Ärzte, Psychologen und Psychologische Psychotherapeuten, Sozialarbeiter und Pflegekräfte, sowie Ergo,- Mal- und Musiktherapeuten gehören.

Zunächst erfolgt unter Anwendung moderner diagnostischer Verfahren und ggfls. in Kooperation mit anderen Fachabteilungen der Charité eine differentialdiagnostische Abklärung zur Einordnung der Symptomatik.

Ausgehend von einem bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell findet eine individuelle Therapieplanung statt, die sowohl Psychotherapie und Pharmakotherapie wie auch komplementäre Therapien, wie z.B. Bewegungs-, Musik-, Mal- und Ergotherapie, und Sozialarbeit beinhalten kann.

Ein wesentlicher Therapiebestandteil ist die Psychotherapie. In Gruppentherapien wird gemeinsam mit anderen Patienten aktiv an einer Lösung von Problemen gearbeitet, wobei die Teilnehmer Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig Rückmeldungen geben und mit- und voneinander lernen. Störungsübergreifend wird gemeinsam an wichtigen Fähigkeiten gearbeitet, wie z.B. in einem sozialen Kompetenztraining, in der Entspannungsgruppe oder dem Genusstraining. Daneben werden störungsspezifische Gruppentherapien angeboten, wie z.B. Depressions-, Angst- oder Psychosegruppe. Im Bedarfsfall wird zudem Einzelpsychotherapie durchgeführt. Hier kann besonders individuell auf die Beschwerden eingegangen werden und es finden die jeweiligen Faktoren Berücksichtigung, die zur Erkrankung geführt haben bzw. diese aufrechterhalten.

Erscheint eine medikamentöse Behandlung sinnvoll und notwendig, können Patienten nach individueller ärztlicher Aufklärung und Beratung hierzu eine fundierte Entscheidung treffen.

Sozialpsychologische Aspekte werden im Bedarfsfall ebenfalls durch den Sozialdienst aufgegriffen. Dies umfasst beispielsweise die Unterstützung bei der Regulierung von finanziellen und beruflichen Schwierigkeiten, Behördenkommunikation aber auch für eine veränderte Lebensweltgestaltung für die Zeit nach dem tagesklinischen Aufenthalt.

 

Kontakt
Oberarzt: Prof. Dr. med. Andreas Ströhle
Pflegerische Leitung: Guido Meyer
Dienstzimmer: t: +49 30 450 517 104

Station 155: Schwerpunktstation für schizophren Erkrankte

Auf der beschützten Schwerpunktstation für schizophren Erkrankte wird eine "offene Türpolitik" umgesetzt, d.h. die Station ist ca. 95% der Zeit geöffnet. Die Station verfügt über 16 Betten in 1 Ein-Bett, 4 Zwei-Bett, 1 Drei-Bett und 1 Vier-Bettzimmer.

Außerdem gibt es einen großen und schön angelegten Garten, der zur Entspannung, zum Trampolinspringen, für sportliche Aktivitäten und Spiele genutzt wird.
Das Kernprinzip der Station ist ein tragfähiger Beziehungsaufbau zu akut erkrankten Patienten und deren Erhalt von Autonomie. Durch Behandlungsflexibilität, sowie die größtmögliche Vermeidung von Ritualen, Regeln und Freiheitsbeschränkungen soll auf gewaltfreier Basis eine Adhärenz zu psychiatrischer Behandlung erzielt werden. Die Pharmakotherapie wird entsprechend so niedrig dosiert und verträglich wie möglich eingesetzt, es werden im Sinne einer Vertrauensbildung auch medikamentenfreie Intervalle toleriert.

Der psychotherapeutische Behandlungsansatz umfasst ein verhaltenstherapeutisches Konzept mit engmaschig stattfindenden Einzelgesprächen, wöchentlich stattfindenden Psychoedukationsgruppen, sozialem Kompetenztraining, metakognitivem Training, Entspannungsgruppen, Laufgruppen sowie einer Problemaktualisierungsgruppe. Des Weiteren werden regelmäßig Therapiehunde in die Behandlung eingebunden.

Das Spektrum der Betreuung der Patienten erfolgt durch Fachärzte, Psychologen, qualifiziertes Pflegepersonal sowie Ergo-, Mal-, Musik- und Physiotherapeuten. Sozialarbeiter stehen für soziale Belange beratend und unterstützend zur Seite. Das Patientencafé der Klinik für Psychiatrie wird dienstags von Patienten der Station gestaltet. Freitags gibt es ein gemeinsames Kaffeetrinken auf unserer Station. Hierzu sind, außer den anwesenden Patienten und dem Personal, auch ehemalige Patienten herzlich eingeladen.

Die Station übernimmt im Rahmen ihrer Pflichtversorgung für den Bezirk Berlin-Mitte auch die Behandlung von Patienten, die nach dem Betreuungsgesetz oder dem Gesetz für psychisch Kranke untergebracht sind. Im Rahmen der tiergestützten Therapie hat die Station 155 im Jahr 2010 den Preis für den "ausgewählten Ort des Jahres 2010" gewonnen.

Kontakt
Oberarzt: Dr. med. Christian Müller
Pflegerische Leitung: Axel Frank
Dienstzimmer: t: +49 30 450 517 047