Behandlung mit rTMS / Neurofeedback

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Die Therapie

Repetitive Transkranielle Magnetstimulation (rTMS)
rTMS ist ein effektives und sehr gut verträgliches, innovatives Behandlungsverfahren der Depression. Sie bewirkt gezielt den Ausgleich der aus der Balance geratenen Hirnaktivität. Häufig kommt es zu einer spürbaren Verbesserung von Stimmung, Leistungsfähigkeit und der Kontrolle von negativen Gedanken und Gefühlen.

Neurofeedback
Neurofeedback basiert auf dem Prinzip, dass Ihnen Ihre elektrische, magnetische oder metabolische Hirnaktivität in Echtzeit zurückgemeldet wird., z.B. als Thermometer auf einem Bildschirm, als Ton oder als Vibration. Dies erlaubt Ihnen, Ihre Hirnaktivität bewußt zu verändern.

Das Zentrum für translationale Neuromodulation der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (CCM) an der Charité - Universitätsmedizin Berlin bietet eine individuelle Behandlung mit rTMS und Neurofeedback auf der Grundlage von 15 Jahren wissenschaftlicher Arbeit und klinischer Anwendung an.

Der Ablauf

  • Im Rahmen eines Vorgesprächs wird geklärt, ob und in welcher Form eine Behandlung mit transkranieller Magnetstimulation bei Ihnen in Frage kommt. Außerdem erhalten Sie Informationen zur Erstattung durch Ihre Krankenkasse. Dieses Gespräch bieten wir gerne persönlich oder telefonisch an.
  • Auf Grundlage einer ausführlichen fachärztlichen Untersuchung erhalten Sie eine individuelle Therapieempfehlung.
  • Die Behandlung erfolgt jeweils von Montag bis Freitag über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen, begleitet von wöchentlichen Arztgesprächen. In Einzelfällen können auch längere Behandlungszeiträume vereinbart werden.
  • Im Rahmen eines Abschlussgespräches werden insbesondere Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung des Therapieeffektes erörtert.

Die wichtigsten Fragen

Was passiert bei transkranieller Magnetstimulation (TMS) genau?

Bei der TMS wird eine Magnetspule am Kopf angelegt und die Nervenzellen des Gehirns durch Magnetimpulse stimuliert. Die Impulsserien führen zu einer anhaltenden Anregung der Nervenzellaktivität oder umgekehrt kann eine Überaktivität reguliert werden. So wirkt die Behandlung mit TMS durch eine Normalisierung der Hirnaktivität, die bei der Depression ins Ungleichgewicht geraten ist. Eine Behandlung mit TMS kann die üblichen medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlungen ergänzen oder helfen, wenn Psychotherapie und Medikamente allein nicht ausreichen.

Wie lange muss eine Depression bereits vorliegen, bevor die Therapie mit TMS sinnvoll ist?

Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der bisher durchgeführten Studien handelte es sich größtenteils um Personen, bei denen andere Therapieverfahren bereits versagt haben. Wird zu einem früheren Zeitpunkt mit der Behandlung begonnen, ist sogar mit einer besseren Wirkung zu rechnen. Sie müssen also nicht schwer krank sein, um von der Therapie mit TMS zu profitieren.

Welche Besserungen können mit der Behandlung eintreten?

Die positiven Effekte der TMS Therapie können sehr unterschiedlich sein. So berichten einige Patienten über mehr Klarheit im Kopf und bessere Kontrolle über negative Denkmuster, andere über mehr Aktivität und eine Besserung des Appetits und Schlafs. Insgesamt erleben die meisten Patienten im Verlauf der zwei bis sechswöchigen Behandlung eine Besserung einzelner Symptome oder der Depression insgesamt. Mit der TMS kann in vielen Fällen die schlechte Stimmung, das negative Selbstbild, Antriebslosigkeit und das Gefühl, geistig nicht mehr leistungsfähig zu sein, wesentlich gebessert werden.

Welche Nebenwirkungen können im Rahmen der Behandlung auftreten?

Viele Patienten berichten, dass am Anfang die Muskelzuckungen am Kopf ein wenig stören. Die TMS wird aber von fast allen Patienten problemlos vertragen und dauerhafte Begleiterscheinungen oder gar Veränderungen an der Hirnsubstanz sind nicht zu befürchten. Es handelt sich also um ein risikoarmes, aber trotzdem effektives Verfahren. Über sämtliche mögliche Nebenwirkungen informieren wir Sie zudem im Rahmen des Vorgesprächs, bzw. der bei der Erstuntersuchung in der Klinik.

Erstatten die Krankenkassen die TMS?

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKVs) erstatten diese Behandlung noch nicht, wohingegen die meisten privaten Versicherungen (PKVs) die Kosten übernehmen. Es ist aber zu empfehlen, dies jeweils mit dem Versicherer vorher abzuklären. Wir unterstützen Sie dabei gerne mit den erforderlichen Unterlagen.

Wie lange dauern die Stimulationsbehandlungen?

Bis auf die erste Sitzung, welche etwa 45 Minuten benötigt, dauert eine reguläre Behandlungssitzung etwa 15 Minuten. Die Behandlungen werden in der Regel einmal täglich von Montag bis Freitag vorgenommen. Wir beginnen üblicherweise mit einer zwei- bis dreiwöchigen Behandlungsserie, doch in vielen Fällen entscheiden sich die Patienten für eine Weiterführung der Therapie, um Behandlungserfolge zu stabilisieren und zu stärken.

Wie wurde die Behandlung klinisch-wissenschaftlich getestet?

Es gibt mehrere größere klinische, placebo-kontrollierte Studien, die die Wirksamkeit der TMS in der Depressionsbehandlung belegen. Meta-Analysen, die die Ergebnisse der vorhandenen klinischen Studien zusammenfassen, gelangen zu dem Ergebnis, dass damit die Wirksamkeit nachgewiesen ist (Lefaucher et al., Clin Neurophys 2014; Brunoni et al. JAMA Psychiatry 2017; McCormick et al. J Clin Psych 2017). Die deutschen Therapieleitlinien stellen auf dieser Grundlage fest, dass die TMS zur Behandlung der Depression eingesetzt werden kann.

Terminvereinbarung

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CharitéUniversitätsmedizin Berlin
Hufelandweg 14
10117 Berlin

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Montag 12:30 - 16:30 Uhr
Dienstag 12:30 - 16:30 Uhr
Mittwoch 12:30 - 16:30 Uhr
Donnerstag 12:30 - 16:30 Uhr
Freitag 12:30 - 15:30 Uhr

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030 450 517345