Zentrum für Interkulturelle Psychiatrie & Psychotherapie (ZIPP)

Das Zentrum für Interkulturelle Psychiatrie ist in die Institutsambulanz integriert. Die interkulturellen Behandlungsansätze basieren auf ethnopsychiatrischen sowie ethnopsychoanalytischen Konzepten.

t:  +49 30 450 517 095 (Montag - Freitag 08:30 - 16.:30 Uhr)

Das seit 2002 bestehende ZIPP beinhaltet drei strukturelle Bereiche. Für den Bereich der Versorgung ist dies die Ethnopsychiatrische Ambulanz, für die  Forschung die Arbeitsgruppe Transkulturelle Psychiatrie und  den Bereich der Fort- und Weiterbildung das Berliner Seminar für Interkulturelle Psychotherapie und Supervision (BSIPS) sowie eine Vielzahl anderer Fortbildungsformate.
Die Ethnopsychiatrische Ambulanz ist in die Psychiatrische Institutsambulanz integriert. Zum multidisziplinären Behandlungsteam gehören Psychiater, Psychologen, Ethnologen, Sozialarbeiter, Pflegekräfte unterschiedlicher Herkunft sowie Dolmetscher als Sprach- und Kulturmittler. Dadurch sind im Team Mehrsprachigkeit sowie soziokulturelle und professionelle Vielfalt gegeben, welche die Reflexion von stereotypen und ethnisierenden Deutungen ebenso wie eine transkulturelle Konfliktkultur ermöglichen. Die transkulturelle Perspektive des  Teams basiert auf ethnopsychiatrischen sowie ethnopsychoanalytischen und psychoanalytischen Zugängen.
Das übergeordnete Ziel der Arbeit unseres Teams ist die Einbindung von Patienten aus diversen soziokulturellen Kontexten in die Regelversorgung, gemäß den auf der interkulturellen Öffnung basierenden 2002 verfassten Sonnenberger Leitlinien.

Unsere Angebote

  • Ethnopsychiatrisch/- psychoanalytisch orientierte Einzel- und Gruppentherapie
    • Einzeltherapie, bei Bedarf durch muttersprachlich Behandelnde oder mit Sprach- und Kulturmittler (Dolmetschern)
    • Gruppentherapie
      • Gruppentherapie für Frauen aus englisch- und französischsprachigen afrikanischen Ländern
      • Gruppentherapie für afghanische Männer
      • zwei Gesprächsgruppen (Frauen, Männer) für arabisch-sprachige Flüchtlinge, die  niedrigschwellig konzipiert ist
      • Gruppentherapie für türkische Frauen
  • Transkulturelle Therapeutengroßgruppe für Familien mit Fluchterfahrung
  • Sozialarbeiterische Betreuung und Beratung
  • Psychopharmakologische Behandlung
  • Transkulturelle Diagnostik, Beratung und Konsiltätigkeit
  • Supervision, Intervision
  • Gutachterliche Stellungnahmen für Patienten und Gutachten z.B. im Asylverfahren und bei Gericht
  • Vernetzungsarbeit mit niedergelassenen Psychotherapeuten und Psychiatern unterschiedlichster  Muttersprachen sowie Beratungsstellen für Migranten aus Berlin und dem gesamten Bundesgebiet

Leitung

Dr. phil. Dipl.-Psych. Ulrike Kluge

Wiss. Mitarbeiterin, FB International Mental Health

Ärzte

Dr. Berenice Romero
OA Dr. Igor Sutej
Dr. Bernhard Haslinger
Dr. Jens Preil
(arabisch-sprachiges Gruppenangebot)

Psychologen

Dr. Dipl.-Psych. Kostas Gontovos
Dipl.-Psych. Sanja Hodžić
Prof. Dr. Maya Nadig
Dr. Dipl.-Psych. Ulrike Kluge
Dipl.- Psych. Judith Strasser
Dipl. Psych. Corinna Rosenthal

Sozialdienst

Simone Penka, M.A.
Arina Levchaeva


Psychiatrische Akutsprechstunde für Geflüchtete und Asylsuchende

Wir bieten in unserer Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) eine psychiatrische Akutsprechstunde an. Ziel ist eine erste, kultursensible Diagnostik von psychischen Störungen sowie ggf. eine Vermittlung in geeignete ambulante Behandlungsangebote. Dolmetscher für Arabisch und Farsi sind vor Ort. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, bitte nach Möglichkeit die elektronische Gesundheitskarte (eGK) oder einen gelben Überweisungsschein mitbringen.

Das Erstellen von Stellungnahmen oder ärztlichen Gutachten ist im Rahmen der Akutsprechstunde nicht möglich.

Wir beschränken aus Kapazitätsgründen unser Angebot auf Geflüchtete aus dem Bezirk Berlin-Mitte. Geflüchtete und Asylsuchende aus anderen Berliner Bezirken können sich an die Zentrale Psychiatrische Clearingstelle der Charité auf dem Gelände des LAGeSo wenden (siehe unten).

Sprechzeiten der Akutsprechstunde: Dienstag 11:00 -12:00 Uhr. Bitte persönliche Anmeldung (vor Ort) spätestens um 10.30 Uhr desselben Tages. Falls am betreffenden Tag unsere Behandlungskapazität in der Akutsprechstunde nicht ausreichen sollte, vermitteln wir kurzfristige Termine in der Zentralen Psychiatrischen Clearingstelle, mit der wir eng zusammenarbeiten.  

Konzeption/Leitung:
Dr. med. Igor Sutej (Oberarzt der Psychiatrischen Institutsambulanz CCM)
Dr. phil. Ulrike Kluge (Leitung ZIPP)

Kontakt:

t: 030-450 517 095 (Schwesternzimmer),

Häufig gestellte Fragen und Antworten zur psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung von Geflüchteten und Asylsuchenden finden Sie hier: FAQ

Fortbildungs- und Supervisionsangebote

Weitere Fortbildungs- und Supervisionsangebote sowie Informationen zu Netzwerkarbeit und Forschung im Kontext der Versorgung von Geflüchteten und Asylsuchenden finden Sie hier: perspektiven-pvg.de

Zentrale Psychiatrische Clearingstelle der Charité auf dem Gelände des LAGeSo

Die von der Charité - Universitätsmedizin Berlin betriebene, bundesweit erste Psychiatrische Clearingstelle schließt eine Versorgungslücke, indem sie bezirksübergreifend Geflüchteten unabhängig vom Aufenthalts- und Versicherungsstatus kultursensibel eine diagnostische Einschätzung, ggf. die Einleitung einer Kurzintervention, und die Weitervermittlung in ambulante Angebote anbietet.

In der Clearingstelle werden Patientinnen und Patienten zeitnah von einem multilingualen Team von erfahrenen Psychiaterinnen und Psychiatern aus der Erwachsenen- und Kinder- und Jugendpsychiatrie untersucht.

Kontakt Clearingstelle LAGeSo

Sprechstundenzeiten: Montag bis Freitag 8.00 - 16.00 Uhr

Turmstraße 21
Haus M, 1. OG
D-10551 Berlin

Tel.: +49 30 397 630 25
Mail: clearingstelle(at)charite.de