FTLD-Sprechstunde

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Standort Campus Mitte

+49 30 450 517 095

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Was ist frontotemporale Demenz?

Frontotemporale Demenzen sind eine Gruppe von neurodegenerativen Erkrankungen mit unterschiedlichen Symptomen, welche meistens schon zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr oder früher auftreten.

Abhängig von den Hauptsymptomen werden zwei Formen klinisch unterschieden:

  • behaviorale Form (bvFTD): Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen wie z.B. Apathie und reduzierte Motivation stehen im Vordergrund
  • primär progressive Aphasien (PPA): eine Form, bei der ein Verlust der Sprachfähigkeit und Sprachverständnis im Vordergrund steht

Im Gegensatz zu anderen demenziellen Erkrankungen, sind Gedächtnisprobleme bei frontotemporalen Demenzen nicht vorhanden oder treten erst im späteren Verlauf auf.

Da diese Demenzen anderen psychiatrischen Erkrankungen ähneln und in früherem Alter auftreten, ist die Diagnose oft schwierig.

Die frontotemporale Demenz ist im Vergleich zur „Alzheimer-Erkrankung“ in der Bevölkerung kaum bekannt. Sie macht jedoch immerhin etwa 20% der Demenzen bei Patienten unter 65 Jahren aus und ist auf diesem Gebiet die zweithäufigste Diagnose innerhalb dieser Altersgruppe.

Die FTLD-Sprechstunde bietet die Voraussetzungen für eine optimale Differentialdiagnostik, Abklärung und Behandlung für frontotemporale Demenzen.

Wer sollte in die FTLD-Sprechstunde kommen?

Unser Angebot richtet sich sowohl an Menschen, bei denen der Verdacht auf eine frontotemporale Demenz besteht, als auch an Patienten, bei denen die Diagnose bereits an anderer Stelle fachärztlich festgestellt wurde.

Unsere Leistungen

Sorgfältige Diagnostik ist die zentrale Aufgabe dieser Spezialsprechstunde:

  • Früherkennung von frontotemporalen Demenzen
  • Neurologisch-psychiatrische Untersuchung
  • Neuropsychologische Untersuchung
  • Laboruntersuchungen
  • Bildgebung (MRT, CT)

Die Behandlung gliedert sich in:

  • Therapieempfehlungen
  • Medikamentöse Therapie
  • Verlaufsuntersuchungen und Therapiekontrolle
  • Aufklärung und Information
  • Psychosoziale Beratung

Wie gehen Sie vor, wenn Sie die FTLD-Sprechstunde aufsuchen möchten?

Einen Termin können Sie unter der folgenden Telefonnummer vereinbaren:

+49 30 450 517 095 (Mo. - Fr. 08:30 - 16:00 Uhr)

Für die FTLD-Sprechstunde werden ein Überweisungsschein eines niedergelassenen Arztes und die Krankenkassen-Chipkarte benötigt. Hilfreich ist die Anwesenheit einer Bezugsperson.

Was soll ich beim ersten Termin mitbringen?

Zur Erstvorstellung sind mitzubringen:

  • Krankenkassenkarte und Überweisungsschein des Psychiaters, Neurologen oder Hausarztes
  • Falls benötigt: Brille / Hörgerät / andere Hilfsmittel
  • Falls vorhanden: Bildgebung des Kopfes (CT, MRT)
  • Falls vorhanden: Laborwerte und Briefe stationärer Aufenthalte
  • Aktueller Medikamentenplan, Diagnoseliste


Hilfreich ist die Anwesenheit einer Bezugsperson.

Studien

In den letzten Jahren konnten durch intensive Forschungsbemühungen erhebliche Fortschritte in der Früherkennung und Differentialdiagnostik von frontotemporalen Demenzen erreicht werden. Gleichzeitig wird intensiv an neuen Behandlungsmöglichkeiten geforscht.

Durch unsere Kooperation mit

unterstützen wir die weitere Forschung zu diesen Erkrankungen, um den höchsten medizinischen Standard für unsere Patienten und Studienprobanden zu gewährleisten.

Unser Team

Prof. Dr. med. Josef Priller
stellv. Klinikdirektor und Direktor der Neuropsychiatrie,
Leiter FB Experimentelle und Molekulare Psychiatrie

Eike Jakob Spruth
Facharzt für Neurologie, Neuropsychiatrie, Station 152b