Angstambulanz

In der Spezialambulanz für Angsterkrankungen arbeitet ein interdisziplinäres Team von Ärzten und Psychologen und bietet sowohl pharmakologische als auch psychotherapeutische Beratung und Behandlung an.

Sie befinden sich hier:

Kontakt und Sprechzeiten

Montag - Freitag: 10:00 - 16:00 Uhr

t: 030-450 517 217 oder 030-450 517 244

Verlauf und Behandlungsangebot

In einem Erstgespräch erfolgt eine ausführliche Erhebung der individuellen Beschwerden. Es wird festgestellt, ob eine Angststörung oder andere psychiatrische Erkrankung vorliegt (sog. differentialdiagnostische Abklärung; Diagnostik von Angststörungen). Das Erstgespräch dient insbesondere der individuellen Beratung der nächsten möglichen Behandlungsschritte oder Empfehlungen anderer therapeutischer Möglichkeiten innerhalb oder außerhalb unseres Hauses. Liegt eine Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie vor, können Patienten im Rahmen der Spezialsprechstunde eine unmittelbare psychiatrische (ärztliche) und psychotherapeutische Betreuung nach neuesten Erkenntnissen der medizinischen Forschung erfahren.

Zudem haben wir ein Behandlungsangebot für Personen mit spezifischer Phobie (wie z.B. die beeinträchtigende Angst vor Spinnen, Schlangen, Hunden, Dunkelheit, Höhe, Blut, Spritzen oder der Behandlung durch einen Zahnarzt).

In der Angstambulanz finden intensive psychotherapeutische Kurzbehandlungen statt, sowohl im Rahmen der Regelversorgungvon als auch von wissenschaftlichen Psychotherapiestudien. An der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité Campus Mitte wird kognitive Verhaltenstherapie im Gruppensetting bei Patienten mit Panikstörung und Agoraphobie angeboten. Diese Therapieform wird schon seit langem erfolgreich angewendet und wissenschaftlich begleitet, d.h. der Therapieerfolg wird in Form von Fragebögen und Interviews erfasst und begleitende biologische Messungen werden bei Zustimmung der Betroffenen durchgeführt. Die kognitiv-verhaltenstherapeutische Psychotherapie der Panikstörung setzt sich aus Elementen der kognitiven Umstrukturierung (Veränderung von Annahmen, Glaubenssätzen, Befürchtungen und Überzeugungen) sowie aus einer Konfrontation mit gefürchteten Situationen (in-vivo Exposition) und der Auseinandersetzung mit körperlichen Symptomen der Angst (interozeptive Exposition) zusammen (kognitive Verhaltenstherapie; aktuelle Psychotherapiestudien).

Die Gruppentherapie setzt sich aus 8 Gruppensitzungen und begleiteten Expositionen über den Zeitraum von 1-2 Monaten zusammen. In einem Nachtreffen wird der Therapieerfolg überprüft und Probleme, die in der therapiefreien Zeit auftreten können, besprochen. Die Gruppengröße beläuft sich i.d.R. auf 4-8 Personen. Expositionen finden im Einzelsetting statt.

Medikamentöse Therapie beinhaltet in der Regel die Behandlung mit Antidepressiva. Hat sich der Zustand des Patienten erfolgreich verbessert und stabilisiert, wird er in der Regel zu einem niedergelassenen Psychiater zur Fortführung der medikamentösen Therapie überwiesen.

mehr: www.angstambulanz-charite.de

Ärztliche Leitung

Prof. Dr. med. Andreas Ströhle

Leitender Oberarzt, Leiter AG Angsterkrankungen

Team

Dr. med. Jens Plag
Dipl.-Psych. André Wittmann
Dipl.-Psych. Elisabeth Zschucke
Dipl.-Psych. Katharina Gaudlitz
Dipl.-Psych. Lena Pyrkosch
Dipl.-Psych. Sophie Bischoff
Dipl.-Psych. Johanna Gechter
Dipl.-Psych. Sarah Schumacher
Dipl.-Psych. Manja Elle
Dipl.-Psych. Noémie Jacoby
cand. med. Nina Bothe
cand. M. Sc. Jennifer Mumm
Duygu Sarigül