CLOZIN-Studie (Phenomics and Genomics of Clozapine Pharmacotherapy)

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CLOZIN ist eine prospektiv sowie querschnittlich ausgelegte Multicenterstudie, welche Patienten mit einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formkreis und einer Clozapinbehandlung untersucht. Die Besonderheit von Clozapin ist, dass es bei fehlendem Ansprechen auf andere Antipsychotika eingesetzt wird. Die genetische Variation, die diesem schwerer erkrankten Schizophrenie Phänotyp zu Grunde liegt, zu beleuchten, bietet das Potential unser Verständnis über die biologischen Mechanismen der Schizophrenie über die Grenzen der kategorialen Diagnosesysteme hinaus zu vertiefen und im zweiten Schritt pharmakologische Strategien zu verbessern. Ziel dieser Mulitcenterstudie ist zum einen über Genome-wide association studies (GWAS) und Next-Generation Sequencing genetische Risiko-Loci dieses schweren Schizophrenie Phänotyps zu identifizieren. Weiterhin sollen Methylierungsmuster vor und nach einer Initiierung einer Clozapin Behandlung untersucht werden um genetische Prädiktoren für ein Ansprechen der Behandlung bzw. das Auftreten von Nebenwirkungen zu identifizieren. Es handelt sich um ein Multicenter-Projekt koordiniert durch das University Medical Center Utrecht, in Kooperation mit der LMU München.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der CLOZIN-Studie.

Pilot-Studie ZASIME (Zwangssymptome unter der Therapie mit Antipsychotika bei Patienten mit einer Schizophrenie)

Hierbei handelt es sich um eine Querschnittsstudie zur Erfassung von Zwangssymptomen unter antipsychotischer Medikation bei Menschen mit einer Schizophrenie.

Patienten mit einer Schizophrenie haben ein deutlich erhöhtes Lebenszeitrisiko an Zwangssymptomen zu erkranken. Epidemiologische Studien zeigen ein Vorkommen von intrusiven, quälenden Zwangsgedanken und damit verbundenen Zwangshandlungen wie obsessiven Händewaschen, Kontrollverhalten oder Zählen von ca. 20 bis 30%. Ca. 12% dieser Patienten erfüllt die diagnostischen Kriterien einer Zwangsstörung. Derartige Zwangssymptome bei Patienten mit Schizophrenie gehen überdies mit einer schwereren Positiv- wie Negativsymptomatik, einer niedrigeren sozialen Interaktionsfähigkeit sowie höheren Behandlungskosten einher. Dementsprechend haben diese Patienten eine deutlich schlechtere Prognose. Inwieweit Zwangssymptome und -störungen hierbei als unerwünschter Effekt antipsychotischer Medikation oder als Zeichen eines fortgeschrittenen Krankheitsverlaufs zu begreifen sind, ist aktuell Gegenstand der Forschung.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Leitung Studienzentrum Berlin
Dr. Stefan Gutwinski
Dr. Stefanie Schreiter

In Kooperation mit Prof. Dr. med Stephan Ripke, Ph.D., Labor für statistische Genetik, Charité

Gefördert durch Berlin Institute of Health (Clinician Scientist Programm)

Doktorandin
Carla Morgenroth

Publikationen