AG Psychotrope Substanzen

Sie befinden sich hier:

Leitung

Dr. Stefan Gutwinski
Dr. Tomislav Majic

Mitarbeiter

Dr. Lena Karoline Bald
Dr. Stefanie Schreiter
Dr. Thomas Mell (AG Gerontopsychiatrie)
Dr. Jonathan Henssler
Dr. Nikola Schoofs
Dr. Felix Betzler
Maximilian von Heyden (Institut für Sexualwissenschaften und Sexualmedizin der Charité)

Doktoranden:
Lisa Walther
Jamie Eichmann,
Anne Brückner,
Ute Saathoff

Arbeitsgruppe Psychotrope Substanzen

Psychotrope Substanzen sind Wirkstoffe, die einen Effekt auf das Zentrale Nervensystem (ZNS) haben. Damit umfassen sie sowohl alle gängigen Psychopharmaka, als auch Alkohol, Cannabis und andere illegalisierte Substanzen. Sie sind also sowohl Therapeutika zur Behandlung von psychischen Erkrankungen, als auch Mittel, die eingesetzt werden, um veränderte Bewusstseinszustände herbeizuführen. Damit können sie wertvolle Instrumente zur Erforschung der menschlichen Bewusstseinsfunktionen sein. Und letztlich kann die Einnahme von psychotropen Substanzen zur Entstehung von Substanz-bezogenen Störungsbildern führen, einschließlich der Abhängigkeitserkrankungen, oder der drogeninduzierten Psychosen.

Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit unterschiedlichen Aspekten von psychotropen Substanzen. Dabei stehen folgende Aspekte im Mittelpunkt unseres wissenschaftlichen Interesses:

  • Effekte von psychotropen Substanzen auf spezielle Bewusstseinsfunktionen im Rahmen von experimentellen – behaviouralen und apparativen – Untersuchungen
  • Psychotrope Substanzen im Kontext von rekreationalem Konsum – Konsummuster, Prävalenz und Motive für den Konsum, sowie neuartige psychotrope Substanzen
  • Effekte drogenpolitischer Maßnahmen auf Konsumenten, Konsumentengesundheit und Behandlung
  • Präventive Interventionen in allen Bereichen des Substanzkonsums
  • Epidemiologie, Behandlung und Prävention von Substanz-bezogenen Abhängigkeitserkrankungen
  • Der klinische Einsatz von psychotropen Substanzen als Psychopharmaka. Insbesondere der Einsatz von zugelassenen Substanzen in neuen Indikationen oder Anwendungsformen, wie z. B. der Substanz-gestützten Psychotherapie
  • Komorbidität Psychose und Abhängigkeitserkrankung (Doppeldiagnosen)
  • Medizinische und psychosoziale Probleme wie körperliche Folgeerkrankungen und soziale Auswirkungen als Ursache oder Folge der Einnahme von psychotropen Substanzen
  • Besondere Aspekte von Substanzkonsum im Alter (Kooperation mit AG Gerontopsychiatrie)
  • Anthropologische, historische und soziologische Aspekte des Gebrauchs von psychotropen Substanzen

Kooperation

Dr. Henrik Jungaberle (FINDER Institut für Präventionsforschung und FINDER Akademie für Prävention und erfahrungsbasiertes Lernen, Berlin)
Maximilian von Heyden (Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin, CharitéUniversitätsmedizin Berlin; FINDER Institut für Präventionsforschung und FINDER Akademie für Prävention und erfahrungsbasiertes Lernen, Berlin)

Projekte

FROST-Studie (Fragebogenuntersuchung bei opioidabhängigen Menschen in Substitutionstherapie)

WOHIN-Studie (Wohnungslosigkeit bei Menschen mit seelischen Erkrankungen)

ZASIME-Studie - Zwangssymptome unter der Therapie mit Antipsychotika bei Patienten mit einer Schizophrenie

Student Drugsurvey - Umfrage zum Konsumverhalten und Konsummotivation psychotroper Substanzen unter Studierenden (weitere Informationen zur Studie auf www.drugsurvey.de)