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AG Umwelt und psychische Gesundheit

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Stress und Entspannung können im alltäglichen Leben von Person zu Person unterschiedliche Auswirkungen haben. Unser Team möchte die Umwelteinflüsse auf körperliche und seelische Reaktionen untersuchen, die durch verschiedene Situationen (z.B. globale Migrationsströme und eine globale Pandemie) ausgelöst werden.

Eine erhöhte psychische Gesundheitsbelastung wurde bei Migranten der ersten und zweiten Generation sowie bei Flüchtlingen beobachtet. Das relative Risiko für psychotische Störungen ist nicht bei allen Migrantenpopulationen erhöht, sondern eher bei denen mit einem sichtbaren Minderheitenstatus. Ein möglicher Mechanismus ist eine erhöhte Exposition bzw. ein reduzierter Schutz in Bezug auf Stress und aversive Lebensereignisse. Zu den spezifischen Belastungen für Menschen in ethnischen Minderheitengruppen gehören kulturelle Unterschiede in der verbalen Kommunikation, erlebte Diskriminierung, institutionalisierter Rassismus, wahrgenommene Entfremdung und Isolation. Bei solchen psychischen Gesundheitsproblemen kann die soziale Unterstützung die Auswirkungen von lokaler Armut und sozioökonomischer Benachteiligung möglicherweise nicht aufheben. Es wird deutlich, wie wichtig es ist, zu untersuchen, wie verschiedene Faktoren wie soziale Unterschiede, kulturelle Vielfalt und ethische Standards den psychischen Gesundheitszustand und die Versorgung beeinflussen können und wie diese wichtigen Themen in der kulturübergreifenden und interkulturellen Forschung behandelt werden können.

Wir verfolgen einen longitudinalen Ansatz, der es uns ermöglicht, Faktoren zu identifizieren, die zu psychischen Veränderungen und anderen negativen Auswirkungen beitragen, die durch verschiedene Umweltsituationen verursacht werden. Umweltfaktoren können als individuelle, sozial-umweltbezogene und physisch-umweltbezogene Umstände klassifiziert werden, die die Exposition gegenüber Stressoren beeinflussen. Beispiele für diese Faktoren, die mit psychischen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden, sind psychosozialer Stress, Traumata, sozioökonomische Bedingungen und andere Faktoren, die in verschiedenen Ländern und bei unterschiedlichen nationalen und/oder ethnischen Gruppen, Geschlechteridentitäten und städtischen/ländlichen Wohnorten unterschiedliche oder ähnliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben können.

Gemeinsam mit unseren Forschungspartnern in Subsahara-Afrika, China, Europa und den Vereinigten Staaten arbeiten wir an Projekten, die Indikatoren für psychische Gesundheit im Rahmen der Ziele für nachhaltige Entwicklung identifizieren.

Forschung

  • UNISAM – Unterhaltungs-Bildung zur Bewältigung der universellen Einsamkeit (Kooperationparterin: Maya Adam an der Stanford University School of Medicine und am Heidelberger Institut für Global Health)
  • DINO – Digitale Phänotypisierung und mobile Sensorik bei Alkoholkonsumstörung: Von der Vorhersage bis zur Präzisionsbehandlung
  • SEA – das Stress- und Entspannungsverhalten im alltäglichen Leben
  • EvalPCS – Evaluation der Public Climate School, ein Schulprogramm zur Förderung von Klimabewusstsein und Klimaschutz bei Schüler*innen (Ansprechpartner: Stephan Heinzel an der Freien Universität Berlin)
  • Exploring and designing urban density. Neurourbanism as a novel approach in global health (Ansprechpartner: Mazda Adli an der Charité – Universitätsmedizin Berlin)

Lehre

  • Global Mental Health in Berlin – Nairobi Global HEART Programm
  • Ecological Momentary Assessment (EMA)
  • Substanzgebrauchsstörung 
  • Emotion

Team

Matthias Haucke

Wissenschaftliche Mitarbeiter in der AG Umwelt und psychische Gesundheit

Prof. Dr. Shuyan Liu

Professorin für Global Mental Health; Leiterin FB Neurowissenschaftliche Populationswissenschaft (PONS) und AG Umwelt und psychische Gesundheit

Luisa Wegner

Studentische Hilfskraft in der AG Umwelt und psychische Gesundheit

Ausgewählte Publikationen

Ergebnisse 1 bis 10 von insgesamt 13


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