AG Sozialpsychiatrie und Versorgungsforschung

Das übergeordnete Ziel unserer Forschung ist ein möglichst hoher Praxisbezug: Wie funktioniert und wirkt Versorgung im Alltag und wie lässt sich diese verbessern?

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Wir arbeiten:

  • multiprofessionell: Für ein umfassendes Verständnis des Versorgungsalltags ist die Expertise aller beteiligten Berufsgruppen notwendig;
  • trialogisch-partizipativ: Der Einbezug von ExpertenInnen aus eigener Erfahrung ist notwendig, um Forschungsprojekte praxisrelevant zu gestalten;
  • interdisziplinär: Die Psychiatrie ist als "Grenzgänger-Wissenschaft" auf die Wissensbestände unterschiedlicher Disziplinen angewiesen;
  • theoriebezogen: Ohne (sozialwissenschaftliche) Theoriebildung und Konzepte lässt sich der Versorgungsalltag schwer erfassen;
  • methodenübergreifend: Eine praxisnahe Versorgungsforschung ist auf das Zusammenspiel unterschiedlicher methodischer Zugänge angewiesen.

Wir nutzen folgende Methoden:

  • psychometrische Messinstrumente mit dem Schwerpunkt auf denjenigen Skalen, die für die Lebenswirklichkeit der beforschten Subjekte eine Relevanz haben;
  • interpretative Verfahren, insbesondere leitfadengestützte oder offene Interviewformate und Fokusgruppen zur Erhebung des subjektiven Erlebens der beforschten Subjekte;
  • praxisbeobachtende Ansätze, v.a. ethnographische Feldforschung, um komplexe Behandlungssituationen und –prozesse detailliert beschreiben und analysieren zu können;
  • partizipative Methoden, die ein Zusammenwirken von unterschiedlichen Wissensbeständen und insbesondere des Einbezugs von Erfahrungsexpertise ermöglichen.

Laufenden Projekte

(Auswahl):

- Evaluation des Versorgungskonzeptes "Weddinger Modell" an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus.

- Evaluation der Modellprojekte nach §64b SGB V – qualitativ-ethnographischer Studienteil (Förderung durch Klinik-internes Forschungskonsortium 2015-2017 und durch den Innovationsfonds 2017-2019)

- Interdisziplinäres Forschungsprojekt zum Thema "Chronizität im Alltag der Versorgung" (Förderung: DFG 2009-2016)

- Evaluation eines Leitfaden zur trialogischen Nachbesprechung von Zwangsmaßnahmen an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus (Förderung durch das BMG 2016-2019)

- Partizipatives Forschungsprojekt zum Thema "Soziale Auswirkungen von Neuroleptika", Anschubfinanzierung durch Crowdfunding)

- Evaluation therapeutischer, Recovery-orientierter Gruppenangebote an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus

- Evaluation der ambulanten Psychiatrischen Pflege (APP) an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus

- Partizipative Evaluation zweier Krisenzimmer der Bochumer Selbsthilfe (Förderung durch die Wohlfahrtspflege 2017-2019)

Leitung

PD Dr. Sebastian von Peter (Medizin) (CV)
Dr. Lieselotte Mahler (Medizin)

MitarbeiterInnen

Andreas Gervink (Pflege),
Ina Jarchov-Jadi (Pflege),
Katrin Reichel (Ergotherapie),
Dr. Kerstin Sischka (Psychologie),
Dr. Alexandre Wullschleger (Medizin)

PromoventInnen

Onur Alp-Kankaya,
Klara Czernin,
Angelika Vandamme,
Sonja Indefrey,
Jakob Johne,
Burkhard Rehr,
Sandeep Rout,
Manfred Zeipert