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Projekte - AG Mental Health Care Research for Vulnerable Groups

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WOHIN-Studie (Wohnungslosigkeit bei Menschen mit seelischen Erkrankungen)

Eine Querschnittsstudie zur Erfassung von Einflussparametern auf Wohnungslosigkeit Menschen in psychiatrischer Behandlung.
Derzeit sind nach Angaben des Berliner Senats über 14.000 Personen in Berlin obdachlos. Ein Großteil der Personen lebt in Übergangseinrichtungen. Über die Zahl der auf der Straße lebenden Menschen gibt es lediglich Schätzungen, die sich zwischen 600 und 3.000 Personen bewegen.
In nationalen und internationalen Studien konnte gezeigt werden, dass bis zu 90% der obdachlosen Menschen an einer psychiatrischen Erkrankung leiden. Hierbei sind etwa 80% von Suchterkrankungen betroffen. Trotz der hohen Zahlen und der damit einhergehenden enormen Herausforderung für Sozial- und Versorgungssysteme bleiben die genauen Zusammenhänge zwischen psychischer Erkrankung und Wohnen und mögliche Präventionsstrategien bisher wissenschaftlich wenig untersucht.  
Unsere Studie zielt darauf ab Einflussgrößen der Wohnungslosigkeit zu identifizieren, um daraus mögliche Handlungsperspektiven bezüglich der Prävention von Wohnungsverlusten psychisch erkrankter Menschen zu entwickeln.  
    
Mitarbeitende:
Sascha Heidrich
Ella Westerbarkey

Publikationen:
Schreiter S, Heidrich S, Zulauf J, Saathoff U, Brückner A, Majic T, Rössler W, Schouler-Ocak M, Krausz M, Bermpohl F, Bäuml J, Gutwinski S
Housing situation and health care for patients in psychiatric centre in Berlin, Germany – A cross-sectional patient survey. BMJ Open. 2019;9:e032576. doi:10.1136/ bmjopen-2019-032576.

Schreiter S, Bermpohl F, Schouler-Ocak M, Krausz M, Rössler W, Heinz A, Gutwinski S
Bank account ownership and access among in-patients in psychiatric care in Berlin, Germany - A cross-sectional patient survey. Frontiers in Psychiatry. 2020 11:508.doi: 10.3389/fpsyt.2020.00508

Schreiter S, Heidrich S, Heinz A, Rössler W, Krausz M, Schouler-Ocak M, Bermpohl F, Gutwinski S: Schulden, Kredite und unbezahlte Rechnungen unter Nutzer*Innen teilstationärer und stationärer psychiatrischer Behandlung in Berlin. Der Nervenarzt. 2020. DOI 10.1007/s00115-020-01013-9.

Schreiter S, Fritz F, Rössler W, Majic T, Schouler-Ocak M, Krausz M,  Bermpohl F, Gutwinski S: Wohnsituation von Menschen mit Substanzgebrauchsstörungen im akut-psychiatrischen Behandlungssetting in Berlin – eine querschnittliche Patientenbefragung. Psychiatrische Praxis, 2020. DOI 10.1055/a-1290-5091.

Meta-Analysis: Prevalence of mental illness among the homeless in western countries

Ziel ist die Aktualisierung der 2008 veröffentlichten Meta-Analyse zu seelischen Erkrankungen unter Menschen in Wohnungslosigkeit in High-Income-Countries in Kooperation mit Prof. Fazel, Oxford University. (Registrierung der Studie)
 
Mitarbeitende:
Karl Deutscher
 
Vorige Publikationen:
Schreiter S, Bermpohl F, Krausz, M, Leucht, S,Rössler, W, Schouler-Ocak, M, Gutwinski, S.
The prevalence of mental illness in homeless people in Germany—a systematic review and meta-analysis. Deutsches Ärzteblatt 2017 Oct 6; 114(40):665-672.

Langzeitverlauf der Wohnungslosigkeit bei Menschen im akut-psychiatrischen Versorgungssystem: Analyse retrospektiver digitaler Krankenaktendaten

Ziel ist es Erkenntnisse über den Verlauf der Wohnungslosigkeit in Zusammenhang mit der Nutzung des psychiatrischen Klinikversorgungssystems zu gewinnen. Hierzu erfolgt eine retrospektive Analyse von Krankenhausdaten.
 
Mitarbeitende:
Dario Jalilzadeh Masah

Nacht der Solidarität: Erfassung wohnungsloser Menschen in den psychiatrischen Kliniken Berlins

Wer braucht Hilfe und wie viele Obdachlose leben in Berlin? Der Berliner Senat hat kürzlich mit der Aktion "Nacht der Solidarität" eine Obdachlosenzählung durchgeführt, um sich ein genaueres Bild von der aktuellen Situation zu machen. Begleitend dazu wurde auf Initiative der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin eine Zählung in allen psychiatrischen Kliniken in Berlin durchgeführt, um die Bedeutung dieser Einrichtungen als Zufluchtsort zu unterstreichen.
An der Erhebung haben alle Berliner Kliniken der psychiatrischen Regelversorgung teilgenommen. In den stationär-psychiatrischen Kliniken, die insgesamt 2.248 stationäre Betten versorgen, waren laut Zählung insgesamt 311 Personen wohnungslos. Dies entspricht 13,8 Prozent. Dabei reichte der Anteil wohnungsloser Menschen in den Kliniken von 0 bis 29,5 Prozent. Im psychiatrischen Justizvollzugskrankenhaus waren zusätzlich 17 Personen wohnungslos.
Bei der Erhebung der psychiatrischen Kliniken wurden nicht nur auf der Straße lebende Menschen gezählt, sondern auch Personen, die in Wohnungsloseneinrichtungen (z.B. Wohnheime, Notübernachtungen) oder in Flüchtlingsheimen leben, die notfallmäßig bei Bekannten, Familie oder an Orten untergekommen sind, die nicht als Unterkunft gedacht sind. Nicht eingeschlossen dabei waren Personen, die in Einrichtungen der Eingliederungshilfe leben (tWG, ÜWH, BEW in Trägerwohnung etc.) und diesen Platz noch haben.
 
Leitung:
Prof. Dr. Anne Berghöfer
Dr. Stefan Gutwinski
Dr. Stefanie Schreiter
 
Pressemitteilung zur Nacht der Solidarität

Social Cohesion: WOHIN-Research Unit

Wenn Social Cohesion als "die Fähigkeit einer Gesellschaft" verstanden wird, "das Wohlergehen aller ihrer Mitglieder zu gewährleisten, Ungleichheiten zu minimieren und Marginalisierung zu vermeiden", dann ist Wohnungslosigkeit nicht nur eine Extrem-Form des gescheiterten Zusammenhalts, sondern auch anschauliches Untersuchungsfeld, um aus den Bedingungen des Nicht-Gelingens zu lernen und geeignete Strategien zur Wiederherstellung und Stärkung der Social Cohesion zu entwickeln. Sozialer Zusammenhalt ist in unserem Verständnis kein messbarer Zustand, sondern ein Prozess, der eine ganzheitliche Betrachtung aus individueller, institutioneller sowie gesellschaftlicher Perspektive voraussetzt.

Forschungsintention der Research Unit
Ziel ist es, gesellschaftliche, institutionelle und individuelle Bedingungen zu untersuchen, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Wohnungslosigkeit beitragen, und aus diesen Erkenntnissen neue theoretische und lösungsorientierte Impulse zur Prävention, Versorgung und Wiedererlangung von Teilhabe zu erarbeiten. An die gesellschaftliche Makroebene von Social Cohesion werden insbesondere die strukturellen Aspekte von sozialer Ungleichheit, Ausgrenzung und Marginalisierung sowie die materiellen und symbolischen Effekte der Platzierung sozialer Gruppen im gesellschaftlichen Gefüge und öffentlichen Diskursen adressiert. Die institutionelle Ebene von Social Cohesion umfasst die Rolle von staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen an der Verfestigung oder Überwindung von Marginalität. Auf einer individuellen Ebene wird Social Cohesion durch die Fähigkeit von Individuen und Gruppen bestimmt, sich im Alltag Ressourcen zu organisieren ("Sozialintegration").

Förderung im Rahmen des Pre-Calls der Berlin University Alliance zur Grand Challenge Social Cohesion

Netzwerkpartner:  

  • Dr. med. Schreiter, Stefanie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Charité Campus Mitte, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Dr. med. Gutwinski, Stefan, Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig Krankenhaus
  • Prof. Dr. phil. Schenk, Liane, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Charité Campus Mitte, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft
  • Prof. Dr. rer. medic. Slagman, Anna, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Notaufnahmen Campus Charité Mitte und Campus Virchow-Klinikum, Notfallmedizinische Versorgungsforschung
  • Dr. phil. Holm, Andrej, Humboldt Universität zu Berlin, Institut für Sozialwissenschaften, Stadt- und Regionalsoziologie
  • Krüger, Daniela, Humboldt Universität zu Berlin, Institut für Sozialwissenschaften, Stadt- und Regionalsoziologie
  • Prof. Dr.-Ing. Möller, Sebastian, Technische Universität Berlin, Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik, Quality and Usability Lab
  • Dr.-Ing. Voigt-Antons, Jan-Niklas, Technische Universität Berlin, Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik, Quality and Usability Lab
  • Dr.-Ing. Müller, Agnes Katharina, Technische Universität Berlin, Institut für Stadt- und Regionalplanung

 
Mitarbeitende:
Ella Westerbarkey