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Ziel der Studie

Schizophrenie ist eine psychiatrische Erkrankung, die circa ein Prozent der Bevölkerung betrifft und mit Veränderungen in der Wahrnehmung, dem Denken und der Emotionalität einhergehen kann. Nach heutigem Forschungsstand tragen sowohl genetische Risikofaktoren, als auch Umweltfaktoren zur Entstehung von Schizophrenie bei. Als Umweltfaktoren werden im Allgemeinen alle externen Einflüsse auf ein Individuum zusammengefasst. Im Fokus früherer Untersuchungen standen vor allem Urbanität, Cannabis- und anderer Drogenkonsum, Traumata, Migration, Komplikationen während der Schwangerschaft und bei der Geburt, sowie eine Reihe Infektionserkrankungen, welche mit einem höheren Risiko für Schizophrenie in Zusammenhang gebracht worden sind.

Im Kontrast zu den bereits implizierten Risikofaktoren stehen Einflüsse auf ein Individuum, welche Schutz vor der Entstehung einer Erkrankung vermitteln. Diese können sowohl genetischer als auch psychosozialer Art sein. Das Zusammenspiel verschiedenster Risikofaktoren bei der Entstehung schizophrener Psychosen ist jedoch noch nicht vollkommen geklärt. Ebenso verhält es sich mit der Erforschung bestimmter Umwelteinflüsse, die protektiv der Entwicklung einer schizophrenen Erkrankung entgegenwirken.

Im Rahmen der BRIDGE-S Studie soll die Interaktion biologischer Grundlagen und Umweltfaktoren, die im Zusammenhang mit der Entstehung von Schizophrenie stehen, näher untersucht werden. Um auch klinisch relevante Rückschlüsse ziehen zu können, wird eine hohe Anzahl von Proband*innen ohne und mit Diagnose einer Schizophrenie untersucht. Langfristig soll die Studie einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zur Prävention und Entwicklung neuer Therapieoptionen leisten.

 

Teilnahmevoraussetzungen

Für Patient*innen

  • Diagnose einer Schizophrenie (F20.X) oder Schizoaffektiven Störung (F25.X)
  • vorherige stationäre Behandlungen wegen Schizophrenie
  • Mindestalter 18 Jahre
  • türkischer, west- und mitteleuropäischer, russischer oder vietnamesischer Herkunft

 

Für Kontrollproband*innen

  • keine Diagnose aus dem schizophrenen Formenkreis
  • keine Diagnose einer bipolaren Störung
  • Mindestalter 18 Jahre
  • türkischer, west- und mitteleuropäischer, russischer oder vietnamesischer Herkunft

 

Die Studienteilnahme beinhaltet

  • das Ausfüllen eines Fragebogens über Lebens- und Umweltbedingungen (ca. 25 Minuten)
  • die Entnahme einer Speichelprobe für genetische Analysen (ca. 5 Minuten)
  • Im Rahmen einer Folgestudie werden wir Sie eventuell und nur unter Voraussetzung Ihrer Einwilligung erneut kontaktieren.

Aufwandsentschädigung

  • 10 Euro oder ein Gutschein für die Yorck Kinos Berlin

 

Allgemeiner Ablauf

Sie können an unserer Studie entweder online, auf postalischem Weg oder vor Ort in unseren Räumlichkeiten in der Charité Berlin teilnehmen und dauert in etwa 30 Minuten. Wir senden Ihnen im Fall einer postalischen Teilnahme alle Materialien und eine Anleitung zur Entnahme der Probe mit.

Wie können Sie uns erreichen?

Wenn Sie Interesse an der Studienteilnahme haben, können Sie sich per E-Mail oder telefonisch bei uns anmelden:

(0)30-450-617338 

Geben Sie uns dabei bitte Bescheid, ob Sie lieber zu uns in die Charité kommen wollen oder Sie per Post teilnehmen wollen. Wir senden Ihnen im Fall einer postalischen Teilnahme alle Materialien und eine Anleitung zur Entnahme der Probe mit. 

Studienteam

Das Projekt wird gefördert durch