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Labor für statistische Genetik

Das Labor für statistische Genetik ist eine Forschungseinheit, die sich auf genomweite Assoziationsstudien (GWAS) im Spektrum psychiatrischer Krankheitsbilder spezialisiert hat. Wir zählen zu den zentralen Analysegruppen des internationalen Psychiatric Genomics Consortium (PGC) und haben an einer Vielzahl von Publikationen mitgewirkt. Besonders erwähnenswert ist dabei die Entdeckung von mehr als 100 genomischen Loci die mit Schizophrenie assoziiert sind. 

Im Rahmen unseres laufenden Studienprojekts BePS wollen wir eine Kohorte von 2500 SchizophreniepatientInnen und 2500 KontrollprobandInnen aus Berlin aufbauen. Die BRIDGE-S Studie ist eine umfassende Untersuchung des Zusammenhangs genetischer Vulnerabilität mit umweltbedingten Faktoren. Auf diese Weise möchten wir dazu beitragen, die Entstehung von Schizophrenie hinsichtlich biologischer und umweltbedingter Faktoren besser zu verstehen.  Im Zuge des Follow-Up Projektes BMedS werden TeilnehmerInnen der beiden Studien nach bestimmten Kriterien erneut eingeladen und neurologisch untersucht.

GResU

Die GWAS Research Unit (GResU) sind eine Gruppe qualifizierter AnalystInnen und WissenschaftlerInnen, die statistische Analysen gängiger genetischer Varianten, sogennante genomweite Assoziationsstudien (GWAS), durchführt. Wir unterstützen Forschungsvorhaben in allen Phasen: von der Entwicklung eines Analyseplans bis zur Aufbereitung der Ergebnisse für die Veröffentlichung. GResU-AnalystInnen verfügen über umfangreiche Erfahrung im Umgang mit Hunderten von GWAS-Kohorten in verschiedenen Konsortien und haben an einer Vielzahl an Publikationen mitgewirkt, von denen viele in führenden analytischen Funktionen tätig waren. Als eine der zentralen Analysegruppen des Psychiatric Genomics Consortium (PGC) evaluieren und integrieren wir ständig neue Methoden in unsere Pipeline, sobald sie verfügbar sind. Wir arbeiten darüber hinaus mit einem breiten Netzwerk von medizinischen Forschungsgruppen zusammen.

Detaillierte Informationen zu GResU finden Sie hier: www.bihealth.org/de/forschung/projekte/gwas-research-unit

Leitung

Prof. Dr. med Stephan Ripke, Ph.D.

Seit Beginn meiner medizinischen Laufbahn bin ich an statistischer Genetik interessiert. Die seltene Kombination von ausgeprägten informatischen und statistischen Erfahrungen mit medizinisch - klinischer Ausbildung erlaubt mir die selbstständige Ausführung sämtlicher Schritte in GWAS Analyse (QC, Imputierung, Assoziationsanalyse, Metaanalyse, Principal Components, etc.) bis hin zu Schlussfolgerungen für klinisch relevante Fragestellungen (Phänotypisierung, "Drugtargets", Biomarker).
Durch die Leitung des Teams für statistische Genetik des Psychiatric Genomics Consortium – das größte gemeinschaftliche Experiment in der psychiatrischer Genetik – habe ich einen ausgeprägten Sinn für die Notwendigkeiten der nahen und fernen Zukunft entwickelt, um den sehr erfolgreichen Weg der letzten Jahre fortführen zu können. Es ist meine Überzeugung, dass das weitere Sammeln von neuen psychiatrischen PatientInnen und passenden Kontrollen in Kombination mit der Möglichkeit der erneuten phänotypischen Untersuchung einen der wertvollen Beitrag zur psychiatrischen Forschung leisten wird.
Während ich eine zentrale Funktion innerhalb des Psychiatric Genomics Consortium behalten werde, habe ich mich der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité, Berlin angeschlossen.

Für weitere Details siehe CV.
Siehe auch das BBRF Award Video.

Auszeichungen und Abschlüsse

  • Heisenbergprofessur für Transdiagnostische Genomik zur Personalisierten Medizin in der Psychiatrie, Berlin, Germany 2018
  • Paper of the Year, International Society of Psychiatric Genetics. WCPG, Toronto 2015
  • The Sidney R. Baer, Jr. Prize of the Brain & Behavior Research Foundation 2014
  • Ph. D., Cum Laude, Utrecht University, Netherlands 2014 
  • Theodor Reich Young Invistigator Award of the International Society of Psychiatric Genetics. 2013 (page 15)
  • Promotion zum Dr. med./M.D., Magna Cum Laude, University of Hamburg, Germany 2001 

Publikationen im psychiatrischen Bereich


Weitere Publikationen


Kooperationspartner