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Charité Berlin - Foto Patientengarten der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Stationen

Informieren Sie sich über unsere fünf psychiatrischen Stationen und die jeweiligen Schwerpunkte sowie Therapieangebote.

Sie befinden sich hier:

Aufnahme in der psychiatrischen Klinik

Aufnahmemodus
Die Aufnahme der Patienten erfolgt durch die Vermittlung und Überweisung durch den niedergelassenen Psychiater oder Neurologen. In der Regel nimmt der ambulante Arzt telefonisch mit der jeweilig passenden Station Kontakt auf und vereinbart mit dem Arzt einen Aufnahmetermin.
Folgende Unterlagen sind, soweit vorhanden, zur Aufnahme mitzubringen:

  • Einweisung von einem ambulanten Arzt und eine Bestätigung der Kostenübernahme durch die jeweilige Krankenkasse
  • Aktueller Medikamentenplan
  • Aktuelle medizinische/psychiatrische Befunde (z.B. Laborbefunde, Arztbriefe, klinisch-psychologische Befunde)
  • evtl. vorhandene Vorbefunde, Röntgenaufnahmen, Computertomographie (CT)- und/oder Kernspintomographie (MRT)-Bilder
  • Versichertenkarte

Unser Behandlungsspektrum
Wir sind eine fakultativ beschützte allgemeinpsychiatrische Aufnahmestation für affektive Störungen, zu denen auch depressive und bipolare Erkrankungen zählen. Die Station verfügt über Möglichkeiten der intensiven Behandlung und Betreuung schwer erkrankter Patienten auch mit komorbiden Diagnosen aus dem psychiatrischen und somatischen Bereich. Außerdem führen wir eine umfangreiche Differentialdiagnostik bei komplexen Krankheitsbildern durch und beraten die Patienten individuell basierend auf den Ergebnissen dieser Diagnostik.

Das multiprofessionelle Team
Im interdisziplinären Team sind alle unsere Mitarbeiter an der Therapie beteiligt. Zum Behandlungsteam gehören Ärzte, speziell geschulte Pflegefachkräfte, Diplom Psychologen, Sozialarbeiter, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Kunst- und Musiktherapeuten.
Das hohe Behandlungsniveau ist durch regelmäßige Fortbildungen und Supervisionen gesichert.

Das Pflegesystem
Wir haben das Ziel der ganzheitlichen Pflege, bei der die volle Verantwortlichkeit für die Pflege in einer kleinen Gruppe liegt, deren Patienten jeweils von einem Pflegeteam gemeinsam versorgt werden.

Unser Pflegeverständnis
Grundlage unseres Pflegeverständnisses bildet unser Leitbild.
Sie stehen im Zentrum unserer pflegerischen Tätigkeit. Wir richten unsere Pflege an den Bedürfnissen der Patienten und ihren Lebensumständen aus. Wir legen Wert auf einen intensiven Kontakt zu den uns anvertrauten Patienten und deren Angehörigen.
Unser Handeln basiert auf Beziehungsgestaltung und stützt sich auf pflegerische Qualität, umfassende individuelle sowie respektvolle Pflege.
Wir sind in unserer pflegerischen Tätigkeit erfolgreich, wo es uns gelingt, den Wünschen und Werten eines Patienten Geltung zu verschaffen.

Das diagnostische und therapeutische Angebot
Wir bieten den Patienten/-innen eine umfangreiche Diagnostik ihrer Erkrankung, die neben neuropsychologischer Testung, modernen psychometrischen Verfahren auch Bildgebung beinhaltet. Darauf basierend erarbeiten wir eine psychopharmakologische Therapiestrategie. Ferner erhalten unsere Patienten ein verhaltenstherapeutisch ausgerichtetes Therapieprogramm mit Elementen der Interpersonellen Psychotherapie. Besonderen Wert legen wir auf eine umfassende Psychoedukation, die in Gruppen- und Einzelsitzungen angeboten wird. Der Patient soll hierbei selbst zum Experten seiner Erkrankung werden und ihren Verlauf sowie die Behandlungsmöglichkeiten einschätzen lernen. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Station liegt auf der Behandlung chronisch depressiver Patienten mit CBASP, einem speziell für diese Patientengruppe entwickelten psychotherapeutischen Behandlungskonzept.

Auf der Station können Patienten bis zur Entlassung behandelt werden, selten erfolgt die Verlegung auf eine andere Station zur Fortführung der Behandlung.

Für Angehörige von Patienten mit depressiven und bipolaren Erkrankungen bieten wir eine Angehörigengruppe an, die auch über den stationären Aufenthalt hinaus Beratung, Information und Unterstützung anbietet. Außerdem gibt es ein Gruppenangebot speziell für bipolar erkrankte Patienten, in dem die o. g. Therapieprinzipien vermittelt werden. Wir ermöglichen außerdem die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe für bipolare Erkrankungen in unserem Hause. Als universitäre Einrichtung laufen bei uns immer aktuelle Forschungsprojekte, an denen die Patienten wenn es sich mit der aktuellen Situation vereinbaren lässt gerne teilnehmen können. Die Station ist organisatorisch mit der Arbeitsgruppe Affektive Störungen sowie den Spezialsprechstunden für bipolare Störungen, therapieresistente Depressionen und der Sprechstunde für Frauen mit seelischen Erkrankungen unserer Psychiatrischen Hochschulambulanz verknüpft.

Schwerpunkt: Depressionsbehandlung
Unsere Station ist Teil der DFG-geförderten Studie "Changing Persistent Depression Disorder". Bei der PDD handelt es sich um eine chronische Verlaufsform der Depression. 

In der ChangePDD-Studie geht es darum, die Wirksamkeit eines spezifisch für diese Erkrankung entwickelten neueren Therapieverfahrens, dem Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) mit einer bereits etablierten Psychotherapie, der Behavioral Activation (BA), zu vergleichen.

Die gesamte Therapie im Rahmen der Studie umfasst 5 Wochen stationäre Behandlung, 5 Wochen teil-stationäre Behandlung (Tagesklinik), 6 Wochen ambulante Behandlung (1 Gruppentherapie-Sitzung pro Woche, Dauer: 100 Minuten pro Sitzung) sowie eine Nachbefragung nach 12 Monaten.

Patientinnen und Patienten profitieren somit von

  • einer intensiven psychotherapeutischen Depressions-Behandlung
  • einer umfassenden psychiatrischen Diagnostik während der gesamten Studienteilnahme sowie
  • von der Einbindung in eine große wissenschaftliche Studie mit engmaschiger Betreuung durch geschultes Personal

Interessierte Patientinnen und Patienten können teilnehmen, wenn sie an einer persistierenden depressiven Störung leiden, ausreichende Deutschkenntnisse besitzen, zwischen 18 und 75 Jahre alt sind, keine Bipolar I oder II Diagnose haben, nicht akut suizidal sind und wenn innerhalb des vergangenen Jahres keine CBASP- oder BA-Therapie erhalten haben.

Für Fragen zum Inhalt und Ablauf der ChangePDD-Studie senden Sie gern eine E-Mail an Fr. Susanne Heinrich (Studienkoordinatorin).

Ausstattung
Die Station verfügt über 17 reguläre Behandlungsplätze. Den Patienten stehen ein Aufenthalts- und Fernsehraum, ein Speiseraum, ein separater Raucherraum und eine Gartenanlage zur Verfügung.

Kontakt
Oberärztin: Fr. Dr. med. Cora Schefft
Pflegerische Leitung: Maria Thurig
Dienstzimmer: t: +49 30 450 517 054
Stationspsychologin: Fr. Selin Demir

Die Station 152b
Das Angebot der Neuropsychiatrischen Abteilung richtet sich an Menschen, die von einer Erkrankung des Gehirns betroffen sind und bei denen diese Erkrankung nicht nur zu Funktionsausfällen wie Lähmungen oder Bewegungsstörungen führt, sondern darüber hinaus psychiatrische Symptome verursacht. Oftmals wirken sich auch medikamentöse Therapien der neurologischen Beschwerden auf die psychiatrischen Symptome aus und umgekehrt. Eine Trennung beider Disziplinen (Neurologie und Psychiatrie) wird in vielen dieser Fälle der Komplexität der Erkrankungen und ihrer Behandlung nicht ausreichend gerecht.

Mit der Schwerpunktsetzung unserer Abteilung knüpfen wir an eine über 150 Jahre alte Tradition der Nervenklinik der Charité an, neurologische und psychiatrische Praxis bei solchen Krankheitsbildern zu verbinden.

Das Team
Unser multiprofessionelles Team besteht aus Fachärztinnen und Fachärzten für Neurologie als auch für Psychiatrie und Psychotherapie, Neuropsychologen, speziell geschulten Fachpflegekräften für Psychiatrie und Neurologie, Altenpflegern und Servicekräften. Daneben arbeiten wir eng mit Ergotherapeuten, Kunsttherapeuten, Musiktherapeuten, Logopäden und Physiotherapeuten zusammen.
Dieses Angebot ermöglicht es uns, auf die besonderen diagnostischen, therapeutischen und pflegerischen Bedürfnisse von Menschen mit neuropsychiatrischen Erkrankungen einzugehen.

Welche Erkrankungen werden behandelt?
Wir behandeln u.a. Menschen mit psychiatrischen Beschwerden wie z.B.:

  • Depressionen,
  • Psychosen (Wahnvorstellungen, Halluzinationen, ...),
  • Wesensänderungen und/oder
  • Demenzen


Bei neurologischen Erkrankungen, z.B.:

  • Vererbten Erkrankungen wie der Huntington-Erkrankung oder den Spinozerebellären Ataxien,
  • Neurodegenerativen Demenz-Erkrankungen, wie der Alzheimer-Erkrankung, der Frontotemporalen Demenz, der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung, oder der Lewy-Körperchen-Erkrankung,
  • Neurodegenerativen Erkrankungen, die mit Bewegungsstörungen einhergehen, wie z.B. der Parkinson-Erkrankung, der Kortikobasalen Degeneration (CBD)/der Progressiven supranukleären Blickparese (PSP),
  • Entzündlichen Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose oder Autoimmun-Enzephalitiden,
  • Gefäßerkrankungen des Gehirns, wie Schlaganfällen aber auch
  • vielen anderen, z.T. seltenen, neurologischen Erkrankungen.


Über die Abteilung für Neuropsychiatrie
Die Abteilung für Neuropsychiatrie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité am Standort Mitte wurde 2008 als erste bettenführende neuropsychiatrische Abteilung in einer deutschen Universitätsklinik gegründet. Sie umfasst neben der Station 152b eine Gedächtnissprechstunde und eine Spezialambulanz für Menschen mit einer Erkrankung aus dem Formenkreis der Frontotemporalen Lobärdegenerationen sowie das Labor für Molekulare Psychiatrie und die Arbeitsgruppe für Neuropsychiatrische Erkrankungen. In der Klinik für Neurologie betreuen unsere Mitarbeiter darüber hinaus die Huntington-Ambulanz (Spezialambulanz für Menschen mit einer choreatischen Bewegungsstörung).

Kontakt
Ärztliche Leitung: Dr. med. Merve Fritsch
Kontaktmöglichkeiten der Patientenkoordination
Tel.: +49 30 450 617 027
Mail

Standort

Das Angebot unserer interdisziplinären Station 152b richtet sich an Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit.

Alkoholbedingte Störungen erfordern in den meisten Fällen eine intensive medizinische und psychosoziale Betreuung. Da es sowohl kurzfristig im Entzug, aber auch langfristig bei Alkoholabhängigkeit zu neurologischen Komplikationen kommen kann, bieten wir gemeinsam mit der Klinik für Neurologie eine interdisziplinäre qualifizierte Alkoholentgiftung an.

Das multimodale Therapieprogramm umfasst dabei unter anderem suchtspezifische Gruppen- und Einzeltherapien, Ergo-, Musik- und Kunsttherapie an. Ein Team aus Ärzten, Sozialarbeitern, Pflegekräften sowie Musik-, Kunst- und Ergotherapeuten erstellt für jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept.

Für eine erfolgreiche Zeit nach der Entgiftungsbehandlung wird in Kooperation mit der Suchtambulanz der Psychiatrischen Institutsambulanz eine ambulante Behandlung sowie die aktive Kontaktaufnahme zu Selbsthilfegruppen, Suchtberatungsstellen vom Team gefördert.

Wie gehen Sie vor, wenn eine stationäre Aufnahme zur qualifizierten Alkoholentzugsbehandlung möchten?
Einen Termin können Sie unter der folgenden Telefonnummer vereinbaren: +49 30 450 517 057

Kontakt
Leitung: Dr. med. Merve Fritsch
Kontaktmöglichkeiten der Patientenkoordination
Tel.: +49 30 450 617 027
Mail

Standort

Station 153: offene allgemeinpsychiatrische Station

Unsere offene allgemeinpsychiatrische Station 153 verfügt über helle und geräumige Zimmer mit 17 stationären und zwei tagesklinischen Behandlungsplätzen. Auf der Station behandeln wir Menschen mit unterschiedlichen psychischen Erkrankungen, wie z.B. affektive Störungen, Psychosen, Angsterkrankungen, Traumafolgestörungen, Persönlichkeitsstörungen.  

Unser multiprofessionelles Team setzt sich zusammen aus Ärzt:innen, Pflegepersonal, Psycholog:innen, Sozialarbeiterin sowie Ergo-, Musik-, Kunst- und Sporttherapeut:innen. In Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen der Charité führen wir eine breit angelegte differenzialdiagnostische Abklärung und gegebenenfalls eine moderne leitliniengestützte Pharmakotherapie durch.

Neben einer möglichen Pharmakotherapie werden im Rahmen der individuellen Therapieplanung sowohl Psychotherapie als auch komplementäre Therapien als weitere zentrale Aspekte in die Behandlung einbezogen. Das psychotherapeutische Behandlungsangebot ist überwiegend verhaltenstherapeutisch ausgerichtet und umfasst störungsspezifische Gruppentherapien (z.B. Depressions-, Angst-, Sucht-, Psychosegruppe) sowie Gruppen, in denen störungsübergreifend an wichtigen Fähigkeiten gearbeitet wird (z.B. Skillsgruppe, Gruppe zur Stressbewältigung und Emotionsregulation, Soziales Kompetenztraining, Genussgruppe). In der Einzelpsychotherapie kann bei Bedarf individuell auf die Faktoren eingegangen werden, die zur Erkrankung geführt haben oder diese aufrechterhalten. Innerpsychische und soziale Belastungsfaktoren werden gemeinsam herausgearbeitet und vorhandene Bewältigungsressourcen aktiviert. Dabei kommen moderne verhaltenstherapeutische Ansätze zum Einsatz, in denen u.a. Achtsamkeit, Akzeptanz und persönliche Werte eine entscheidende Rolle spielen. Unsere Patient:innen dabei zu unterstützen, sich ein Leben aufzubauen, das sich an ihren persönlichen Werten und Zielen orientiert, ist unser zentrales Anliegen. Das konkrete Vorgehen in der Therapie wird individuell geplant und angepasst.

So auch in der Therapie von Patient:innen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung oder einer Verdachtsdiagnose, die nach einem Vorgespräch elektiv für einen Krisen-Aufenthalt aufgenommen werden können. Das Krisen-Konzept ist an die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) angelehnt und zeitlich begrenzt, um an klar umgrenzten Therapiezielen zu arbeiten, die im Vorfeld vereinbart wurden (z.B. umfangreiche Diagnostik, Bearbeitung akuter Krisen, Erlernen oder Wiederauffrischen von Skills, Umgang mit Dissoziation, Suizidalität, Aufbau von Therapiemotivation bezügl. störungsspezifischer Psychotherapie, Planung weiterer ambulanter und/oder stationärer Behandlung). 

In enger Zusammenarbeit mit dem Früherkennungs- und Therapiezentrum (FeTZ) unserer Institutsambulanz bieten wir Menschen mit (Verdacht auf) psychotischen Erkrankungen weiterführende Diagnostik und Therapieangebote an Bedürfnissen unterstützt werden. 

Unser Vorgehen ist stark geprägt von einem multiprofessionellen Ansatz, bei dem die Unterstützung und Begleitung durch das co-therapeutisch ausgerichtete Pflegefachteam eine wichtige Rolle spielt. Zudem werden krankheitsbedingte oder krankheitserhaltende Einschränkungen Ihrer Lebenswelt durch die Sozialarbeiter:in der Station aufgegriffen. Sie erhalten Beratung und Unterstützung bei der Beantragung von Unterstützungsangeboten und Leistungsansprüchen sowie beim Aufbau eines sozialen Netzwerkes. Der Einbezug von Angehörigen und wichtigen Bezugspersonen in die Therapie ist bei Wunsch jederzeit möglich und wird von uns unterstützt.

Durch die Möglichkeit einer tagesklinischen Behandlung in den Räumlichkeiten der Station können wir bei Bedarf den Übergang in das gewohnte Lebensumfeld begleiten. Trotz des Wechsels der Behandlungsform bleiben die Behandler:innen und Therapiegruppen gleich. 

 

Aktuelles
Unsere Station ist Teil der DFG-geförderten Studie "Changing Persistent Depression Disorder" (ChangePDD). Bei der PDD handelt es sich um eine chronische Verlaufsform der Depression.

In der ChangePDD-Studie geht es darum, die Wirksamkeit eines spezifisch für diese Erkrankung entwickelten neueren Therapieverfahrens, dem Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) mit einer bereits etablierten Psychotherapie, der Behavioral Activation (BA), zu vergleichen

Die gesamte Therapie im Rahmen der Studie umfasst 5 Wochen stationäre Behandlung, 5 Wochen teil-stationäre Behandlung (Tagesklinik), 6 Wochen ambulante Behandlung (1 Gruppentherapie-Sitzung pro Woche, Dauer: 100 Minuten pro Sitzung) sowie eine Nachbefragung nach 12 Monaten.

Patientinnen und Patienten profitieren somit von einer intensiven psychotherapeutischen Depressions-Behandlung von verkürzter Wartezeit bis zur stationären Aufnahme einer umfassenden psychiatrischen Diagnostik während der gesamten Studienteilnahme sowie von der Einbindung in eine große wissenschaftliche Studie mit engmaschiger Betreuung durch geschultes Personal.

Interessierte Patientinnen und Patienten können teilnehmen, wenn sie an einer persistierenden depressiven Störung leiden, ausreichende Deutschkenntnisse besitzen, zwischen 20 und 70 Jahre alt sind, keine Bipolar I oder II Diagnose haben, nicht akut suizidal sind und wenn innerhalb des vergangenen Jahres keine CBASP- oder BA-Therapie erhalten haben.

Für Fragen zum Inhalt und Ablauf der ChangePDD-Studie senden Sie gern eine  E-Mail an Fr. Susanne Heinrich  (Studienkoordinatorin).

 

Kontakt

Oberarzt: Prof. Dr. med. Florian Schlagenhauf
Pflegerische Leitung: Solveig Kremkow
Leitende Psychotherapeutin: Dr. Katja Wiethoff

Dienstzimmer (Station): Tel.: +49 30 450 617 418

Kontaktmöglichkeiten der Patientenkoordination
Tel.: +49 30 450 617 027
psych-koordination-ccm@charite.de

Die Tagesstation unserer Klinik bietet 18 Behandlungsplätze und eine Vielzahl unterschiedlicher Therapieangebote, welche auf die Behandlung unterschiedlicher psychischer Erkrankungen, wie affektive Störungen (Depression, Manie), Angsterkrankungen und Psychosen, ausgerichtet sind.

Wir nehmen Menschen im Erwachsenenalter auf, bei denen einerseits die ambulante Behandlung ihrer psychischen Erkrankung nicht ausreichend ist, die jedoch keiner vollstationären Behandlung (mehr) bedürfen. Ob unser Behandlungsprogramm für die einzelne Person geeignet ist, klären wir auf Grundlage des unten stehenden Kontaktformulars. Gegebenenfalls kann auch eine direkte Kontaktaufnahme Ihrer einweisenden Behandler:in hilfreich sein.

Die Behandlung auf unserer Tagesstation erfolgt durch ein multiprofessionelles Team, zu dem Ärzt:innen, Psycholog:innen und Psychologische Psychotherapeut:innen, Sozialarbeiter:innen und Pflegekräfte, sowie Ergo,- Kunst-, Bewegungs- und Musiktherapeut:innen gehören. Des Weiteren werden auf der Station zeitweise Therapiehunde zur tiergestützten Therapie eingesetzt.

Ausgehend von einem bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell findet eine individuelle Therapieplanung statt, die sowohl Psychotherapie und Pharmakotherapie, als auch komplementäre Therapien beinhalten kann.

Ein wesentlicher Therapiebestandteil ist die Psychotherapie. In Gruppentherapien wird gemeinsam mit anderen Patient:innen aktiv an einer Lösung von Problemen gearbeitet, wobei die Teilnehmenden Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig Rückmeldungen geben und mit- und voneinander lernen. Störungsübergreifend wird gemeinsam an wichtigen Fähigkeiten gearbeitet, wie z.B. in der Akzeptanz- und Committment-Therapie (ACT), einem sozialen Kompetenztraining, in der Entspannungsgruppe oder dem Genusstraining. Daneben werden störungsspezifische Gruppentherapien angeboten, wie z.B. Depressions-, Angst- oder Psychosegruppe. Im Bedarfsfall wird zudem Einzelpsychotherapie durchgeführt. Hier kann besonders individuell auf die Beschwerden eingegangen werden und es finden die jeweiligen Faktoren Berücksichtigung, die zur Erkrankung geführt haben bzw. diese aufrechterhalten.

Erscheint eine medikamentöse Behandlung sinnvoll und notwendig, können Patient:innen nach individueller ärztlicher Aufklärung und Beratung hierzu eine fundierte Entscheidung treffen.

Soziale Aspekte werden im Bedarfsfall ebenfalls durch den Sozialdienst aufgegriffen. Dies umfasst beispielsweise die Unterstützung bei der Regulierung von finanziellen und beruflichen Schwierigkeiten, Behördenkommunikation, aber auch für eine veränderte Lebensweltgestaltung für die Zeit nach dem tagesklinischen Aufenthalt.

Beispielhafter Therapieplan:

Anbei finden Sie ein Beispiel, wie ein Wochenplan in unserer Tagesstation aussehen kann. Bitte beachten Sie, dass die Therapieplanung für alle Patient:innen individuell erfolgt.

Beispielhafter Therapieplan

Aufnahmeprocedere/Einweisung:

Bei Aufnahmewunsch auf unsere Tagesstation wenden Sie sich mit folgendem Formular an Ihre einweisende Behandlerin oder Behandler. Aufbauend auf diese Informationen werden wir die Aufnahmeindikation prüfen und uns bemühen, Ihnen möglichst zeitnah eine Rückmeldung zu geben. Sollten Sie oder Ihr:e Patient:in Fragen zum Stand der Anmeldung haben, erreichen Sie uns Mo-Fr von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr unter +49 30 450 617 027

Kontaktfragebogen für Behandler:in     .docx-Datei       .pdf-Datei

 

Kontakt
Oberärztin: PD Dr. Dr. Eva Friedel

Stationsarzt: Dr. med. Raoul Haaf

Stationspsychotherapeutin: Teresa Katthagen

Pflegerische Leitung: Guido Meyer
Dienstzimmer: +49 30 450 517 104

Auf der beschützten Schwerpunktstation für schizophren Erkrankte wird eine "offene Türpolitik" umgesetzt, d.h. die Station ist ca. 45% der Zeit geöffnet. Die Station verfügt über 17 Betten in 1 und 2-Bettzimmern. Wir haben einen großen und schön angelegten Garten, der zur Entspannung, Gartenarbeiten, für sportliche Aktivitäten und Spiele genutzt werden kann.
Das Kernprinzip der Station ist ein tragfähiger Beziehungsaufbau zu akut erkrankten Patienten und deren Erhalt von Autonomie. Durch Behandlungsflexibilität, sowie die größtmögliche Vermeidung von Ritualen, Regeln und Freiheitsbeschränkungen soll auf gewaltfreier Basis eine Adhärenz zu psychiatrischer Behandlung erzielt werden. Die Pharmakotherapie wird entsprechend so niedrig dosiert und verträglich wie möglich eingesetzt, es werden im Sinne einer Vertrauensbildung auch medikamentenfreie Intervalle toleriert.

Der psychotherapeutische Behandlungsansatz umfasst ein verhaltenstherapeutisches Konzept mit engmaschig stattfindenden Einzelgesprächen, wöchentlich stattfindenden Psychoedukationsgruppen, sozialem Kompetenztraining, metakognitivem Training, Entspannungsgruppen und Laufgruppen. Weitere Informationen zum Projekt der tiergestützten Therapie auf unserer Station gibt es auf der Seite der Initiative "Deutschland - Land der Ideen". Um unseren häufig sehr kreativen Patientinnen und Patienten ein Forum zu schaffen und ihre künstlerischen Werke anderen Menschen zugänglich zu machen, haben wir das Projekt "Stationszeitung 155" ins Leben gerufen. Alle unsere Patientinnen und Patienten sind eingeladen, diese Zeitung mit mitzugestalten. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Stationszeitung 155.

Vom Pflegeteam bieten wir darüber hinaus Back-, Spiele-, eine offene Stations- und Aktivierungsgruppe sowie regelmäßige begleitete Patientengruppenausflüge an.

Als Stationsteam sind wir eng vernetzt mit dem im Haus ansässigen Team der Integrierten Versorgung (Pinel), worüber durch psychologisch und fachpflegerisch begleitete Netzwerkgespräche, Ortstermine und aufsuchende ambulante Betreuung in häuslicher Umgebung angeboten wird.

Das Spektrum der Betreuung der Patienten erfolgt durch Fachärzte, Psychologen, qualifiziertes Pflegepersonal sowie Ergo-, Mal-, Musik- und Physiotherapeuten. Sozialarbeiter stehen für soziale Belange beratend und unterstützend zur Seite. Freitags gibt es ein gemeinsames Kaffeetrinken auf unserer Station. Hierzu sind, außer den anwesenden Patienten und dem Personal, auch ehemalige Patienten herzlich eingeladen.

Die Station übernimmt im Rahmen ihrer Pflichtversorgung für den Bezirk Berlin-Mitte auch die Behandlung von Patienten, die nach dem Betreuungsgesetz oder dem Gesetz für psychisch Kranke untergebracht sind. Im Rahmen der tiergestützten Therapie hat die Station 155 im Jahr 2010 den Preis für den "ausgewählten Ort des Jahres 2010" gewonnen.

 

Pflegeteam Station 155

Oberarzt: PD Dr. med. Christian Müller

Stationsleitung: Dana Dukes

+49 30 450 617 008

Stationsstützpunkt: +49 30 450 617 227

  1. Aufsuchendes Krankenhausbehandlungsteam (Sozialarbeiterin, Bewegungstherapeut, Genesungsbegleiter, Psychotherapeutinnen, psychiatrische Fachpflegepersonen, Ärztinnen)
  2. Behandlung aller psychiatrischen Erkrankungen mit Krankenhausbehandlungsbedürftigkeit (Ausnahme: akute Eigen- und Fremdgefährdung und Entgiftungen)
  3. Tägliche Besuche (auch an Wochenenden und Feiertagen)